TEST: Libratone ZIPP 2 - Lautsprecher mit HomeKit- und AirPlay2-Support

22-Mar-2019

Heute möchte ich euch den HomeKit- und AirPlay2-Lautsprecher ZIPP 2 des dänischen Herstellers Libratone ein wenig genauer vorstellen.

 

Update: Eine aktualisierte Version dieses Testberichts findet ihr auf meinem neuen und privaten Apple-/Technik-Blog www.heysz.de.

 

Original Testbericht: Hier auf homekits.de habe ich euch schon den ein oder anderen Bluetooth-Lautsprecher vorgestellt. Mein Lieblingsmodell ist dabei aktuell der Anker Soundcore Flare+ (zum Testbericht). Bisher war jedoch auch noch kein Lautsprecher dabei, der mit HomeKit- und AirPlay2-Support ausgestattet ist. Mit dem heute vorgestellten und aktuell je nach Farbe um die 280 EUR teuren ZIPP 2 (Amazon-Link) des dänischen Herstellers Libratone ändert sich dies. Vielen Dank dafür an Libratone, die den ZIPP 2 für den Produkttest zur Verfügung gestellt haben. Doch was bringt euch ein HomeKit- bzw. AirPlay2-Lautsprecher eigentlich? Dazu mehr im Testbericht. 

 

Beginnen wir wie immer erst einmal mit der Verpackung und dem Lieferumfang. Der ZIPP 2 kommt wie fast alle modernen elektronischen Produkte hochwertig verpackt daher. Im Inneren des Pakets befindet sich der kreisrunde Lautsprecher, der 26,1 cm Groß ist und über einen Durchmesser von 12,2 cm verfügt. Je nach Wahl kommt dieser mit einem anderen farbigen Stoffbezug daher, der passend zum Namen per Reißverschluss (ZIPP) entfernt und ausgetauscht werden kann. Als Farben stehen dabei Cranberry Red, Frost Grey, Pine Green und Stormy Black zur Auswahl. Außerdem ist im Paket noch ein spezielles Ladekabel und der übliche Papierkram wie eine Kurzanleitung enthalten. 

Ist der ZIPP 2 ausreichend aufgeladen, kann es auch schon an die Benutzung gehen. Dazu muss der Lautsprecher per Bluetooth 4.1 oder WLAN, egal ob 2,4 GHz oder 5 GHz Netz, mit eurem iPhone verbunden werden. Für die WLAN Verbindung muss der Lautsprecher über die Libratone App (AppStore-Link) hinzugefügt werden. Leider ist hier zwingend die Erstellung eines eigenen Accounts notwendig. Per Bluetooth lässt er sich jedoch auch ohne Libratone-Account nutzen. Trotzdem solltet ihr euch in der App registrieren, da ihr sonst unter anderem auf den HomeKit- bzw. AirPlay2-Support verzichten müsst. 

 

Ansonsten bietet die Libratone App noch die Möglichkeit, bis zu zehn ZIPP Lautsprecher miteinander zu verbinden und als Multi-Room-System zu verwenden. Außerdem lässt sich die Musikwiedergabe auch komplett über die App steuern, vorausgesetzt, ihr nutzt einen der Streaming-Dienste Tidal oder Spotify bzw. wollt eure auf dem iPhone gespeicherte Musik oder einen in der App auswählbaren Internet-Radio-Sender wiedergeben. In meinem Fall ist es leider etwas schade, dass nur Tidal und Spotify unterstützt werden, da ich seit kurzem von Amazon Music auf Apple Music umgestiegen bin und beide Dienste nicht in der App integriert sind. Immerhin bleibt euch noch die Alternative über AirPlay2, da hier ja aus jeder App heraus der Ton übertragen werden kann.

 

Zur Steuerung am Gerät selber verfügt der ZIPP 2 über ein Touch-Bedienfeld oben auf dem Lautsprecher. Über dieses könnt ihr je nach Geste verschiedene Funktionen starten. Zum Beispiel schaltet ein kurzes Drücken auf das Touch-Bedienfeld den Lautsprecher stumm. Ein langes Drücken blendet verschiedene Funktionen wie das integrierte Mikrophone zur Nutzung der ebenfalls integrierten Alexa-Sprachsteuerung ein. Darüber hinaus habt ihr durch langes Drücken Zugriff auf eure Favoriten, von denen sich fünf Stück wie u.a. eine ausgewählte Spotify-Playlist oder Internet-Radio-Sender, in der Libratone App auswählen lassen. Mit einer Drehbewegung lässt sich zudem auch die Lautstärke ändern. 

 

 

Kommen wir nun zu einem der interessantesten Punkte, und zwar dem HomeKit- bzw. AirPlay2-Support. Wie bereits erwähnt, müsst ihr den ZIPP 2 dafür erst einmal mit eurem WLAN-Netzwerk verbinden. Anschließend könnt ihr ihn dank AirPlay 2 aus jeder App heraus ansprechen. Habt ihr z.B. zwei Lautsprecher und schaut über einen AppleTV Netflix oder Prime Video, könnt ihr beide ZIPP 2 als Wiedergabequelle für den Ton auswählen und müsst nicht den meist schlechten Ton des Fernsehgeräts nutzen. Natürlich geht dies auch vom iPhone oder iPad aus und funktionierte bei mir im Test hervorragend. Dadurch wird der ZIPP 2 zu einer Alternative von teureren Heimkino-Systemen wie z.B. dem von Sonos. Zumindest je nachdem, welche Ansprüche ihr an euer Soundsystem stellt. Für einen gemütlichen Filmabend ist der ZIPP 2 (bestenfalls im Doppelpack) aber auf jeden Fall ausreichend. Außerdem lässt sich der Ton per AirPlay2 auch auf einem anderen Lautsprecher in einem anderen Raum wiedergeben, habt ihr also noch einen AirPlay2-Lautsprecher z.B. im Badezimmer, verpasst ihr zumindest nichts vom Ton des Films, solltet ihr während des Films einmal auf Toilette müssen. 

 

Neben AirPlay2 unterstützt der ZIPP 2 wie gesagt auch HomeKit und kann leicht zu eurem System hinzugefügt werden. Da jedoch kein HomeKit-Code existiert, müsst ihr zur Einrichtung ein wenig anders vorgehen. Zuerst öffnet ihr die Home App von Apple und wählt über den "Plus"-Button aus, dass ihr ein neues Gerät hinzufügen möchtet. Anschließend müsst ihr "Code fehlt bzw. kann nicht gescannt werden?" auswählen und bekommt den (eingeschalteten) ZIPP 2 angezeigt. Wählt ihr den Lautsprecher dann aus, wird er ohne Probleme hinzugefügt und kann einem Raum zugewiesen werden. Danach lässt er sich u.a. per Siri zur Musikwiedergabe auswählen, vorausgesetzt, er ist eingeschaltet oder im Standby-Modus. In letzteren wird er automatisch versetzt, wenn er mit dem Stromnetz verbunden ist und eine bestimmte Zeit keine Wiedergabe über den Lautsprecher erfolgt. 

 

 

Neben HomeKit- und AirPlay2-Support ist ebenfalls noch sehr interessant, dass der ZIPP 2 über eine integrierte Alexa Sprachsteuerung verfügt. Diese kann, nachdem ihr den ZIPP 2 über die Libratone App mit eurem Amazon Account verbunden habt, fast genau wie auf einem Amazon Echo genutzt werden. Um eure Sprachbefehle zu erkennen, hat der ZIPP 2 sechs Mikrofone verbaut, die in fast jeder Lage und auch bei laufender Musikwiedergabe zuverlässig auf eure Stimme reagieren. 

 

Einer der wichtigsten Punkte eines Lautsprechers ist aber natürlich die Soundwiedergabe und die kann durch den 360° Sound, einem guten Klang und Bass überzeugen. Lediglich bei voller Lautstärke hört man dem ZIPP 2 an, dass er langsam an seine Grenzen stößt. Diese ist aber gar nicht zwingend notwendig, denn auch auf mittlerer Lautstärke reicht der ZIPP 2 aus, um eine kleine Wohnung mit Musik zu versorgen. 

 

Der Akku hält laut Hersteller knapp 12 Stunden und hat diese in meinem Test bei durchschnittlicher Lautstärke auch erreicht. Dementsprechend eignet er sich auch, um ihn auf einen Ausflug mitzunehmen oder im Garten zu nutzen. Für den Transport ist er übrigens mit einer praktischen Trageschlaufe ausgestattet. Um den Akku des ZIPP 2 komplett aufzuladen, benötigt ihr circa 4 Stunden. 

 

Insgesamt hat mich der ZIPP 2 auf ganzer Linie überzeugt und ich werde ihn jederzeit gerne weiterempfehlen. Ab sofort ersetzt er bei mir auch für Unterwegs den Anker Soundcore Flare+, denn er besitzt alles, was man von einem modernen Lautsprecher erwartet und ist dank des HomeKit- und AirPlay2-Supports auch perfekt für Apple-Nutzer geeignet. Der einzige Nachteil liegt für mich in dem eigenen Ladegerät, was leider nicht mit einem USB-Anschluss daher kommt und teuer ersetzt werden muss (54,99 EUR, Amazon-Link), falls es einmal kaputt oder verloren geht. 

 

Wem der Lautsprecher, den es aktuell auch in einem stark vergünstigten Doppelpack für 349 EUR (Amazon-Link) gibt, mit seinem Einzelpreis von günstigstenfalls 275,77 EUR (Amazon-Link) ein wenig zu teuer ist oder wer gerne eine etwas kleinere Version für unterwegs hätte, der kann sich ja einmal den etwas kleineren ZIPP Mini 2 mit identischen Funktionen und je nach Farbe einem Preis 219 bis 239 EUR (Amazon-Link) ansehen. 

 

 

 

 

 

 

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