TEST: LIFX Tile - Die vielleicht schönste HomeKit-Beleuchtung

6-Feb-2019

Mit den Tile bietet der US-amerikanische Hersteller LIFX eine besondere HomeKit-Beleuchtung an. Was diese so besonders macht, erfahrt ihr im Testbericht. 

 

Eine aktualisierte Version des Testberichts findet ihr auf meinem neuen Blog heysz.de: 

https://heysz.de/2019/09/29/test-lifx-tile-meine-liebste-homekit-beleuchtung/

 

Um es bei mir Zuhause ein bisschen schöner werden zu lassen, habe ich mir die von LIFX hergestellten und HomeKit-kompatiblen LED-Lightpanels "Tile" zugelegt. Diese sind mit einem regulären Preis von 260 Euro (aktuell bei Amazon für nur 199 EUR erhältlich, Amazon-Link, Stand 5.02.2019) zwar nicht gerade günstig, sie stellen unter den HomeKit-Beleuchtungsartikeln aber eine Besonderheit dar und, um es vorweg zu nehmen, sie sind schon verdammt cool. Aber der Reihe nach... 

 

Nach meiner Bestellung im offiziellen LIFX Online-Shop (der Grund für die Bestellung direkt bei LIFX folgt am Ende des Testberichts) und einer kurzen Wartezeit von drei Tagen kamen die LIFX Tile gut verpackt bei mir an. Nach dem Auspacken wurde dann erst einmal der Lieferumfang begutachtet. So befinden sich im Paket fünf 20x20cm große Kacheln mit jeweils 64 verbauten LED-Lampen, der Netzstecker (mit verschiedenen Steckertypen als Aufsatz), ein 2m langes Stromkabel zur Verbindung des Netzsteckers und der ersten Kachel sowie fünf 40cm lange Verbindungskabel um die einzelnen Kacheln miteinander verbinden zu können. Vorsorglich hat LIFX hier also ein Verbindungskabel als Ersatz beigelegt, falls mal etwas kaputt gehen sollte. Außerdem ist im Paket noch eine Kurzanleitung zur Einrichtung vorhanden. 

 

Die Installation und Anbringung der LIFX Tile läuft dann nach dem folgendem Prinzip ab: 

1. Layout auswählen und die Kacheln mit der Leuchtseite nach unten hinlegen.

(Ein paar Ideen für das Layout liefert LIFX in der Kurzanleitung direkt mit. Ich habe sie in einer Reihe mit jeweils 3cm Abstand zwischen den Kacheln an der Wand angebracht)

2. Kacheln mit den jeweiligen Kabeln verbinden und den Strom einschalten um zu testen, ob alle Kacheln leuchten.

3. Strom ausschalten und die Verbindungskabel in den Hohlräumen auf den Rückseiten der Kacheln verstauen.

4. Die erste Kachel von der zweiten Kachel trennen (alle Kabel an der ersten Kachel lassen).

5. Bei der ersten Kachel die auf der Rückseite angebrachten Sicherheitsstreifen mit den darunter liegenden Klebeseiten entfernen und die Kachel an der Wand anbringen. 

6. Bei der zweiten Kachel ebenfalls die Klebestreifen freilegen und sie anschließend mit der ersten Kachel verbinden und an die Wand kleben. 

7. Den vorherigen Schritt mit allen weiteren Kacheln wiederholen und anschließend wieder den Strom einschalten. 

 

Klingt erst einmal ziemlich einfach. Ist es im Prinzip auch, nur das Verstauen der Kabel auf den Rückseiten der Kacheln ist etwas fummelig. Im nachfolgenden Video könnt ihr euch die Einrichtung und Anbringung der LIFX Tile einmal ansehen. 

 

Nachdem die LIFX Tile dann an der Wand hingen, ging es an die Einrichtung per App und an das Hinzufügen zu HomeKit. Zuerst einmal habe ich mir daher die LIFX App für iPhone/ iPad und Apple Watch (AppStore-Link) geladen. Diese bietet im Vergleich zur HomeKit-Steuerung nämlich einige Vorteile, auf die ich gleich noch genauer eingehen werde. In der App musste ich dann einen LIFX-Account erstellen und konnte anschließend über den "Plus"-Button ein neues Gerät hinzufügen. 

 

Beim Hinzufügen eines neuen Gerätes habt ihr die Auswahl zwischen zwei Methoden. Nummer eins nennt sich "LIFX und HomeKit konfigurieren", Nummer zwei nur "LIFX-Konfiguration". Ich habe natürlich die erste Methode gewählt. Danach startet ein kleiner Konfigurations-Assistent, der durch die einzelnen Schritte zur Einrichtung bis hin zum Scannen des HomeKit-Codes (ist auf der Rückseite der Tile's oder auf der Kurzanleitung zu finden) führt. Nachdem das erledigt war, konnten die Tile dann auch endlich gesteuert werden. 

 

Bei der Steuerung hatte ich ja schon angemerkt, dass es deutliche Unterschiede zwischen einer HomeKit-App wie z.B. der Home App von Apple und der offiziellen LIFX App gibt. Die Home App unterstützt nur das Ein- und Ausschalten, Dimmen und die Farbauswahl. In der LIFX App lassen sich darüber hinaus viele weitere Funktionen nutzen. Hier können z.B. voreingestellte Themes wie "Fröhlich", "Aufregend", "Beruhigend" usw. ausgewählt werden, die dann für eine passende Beleuchtung sorgen. Dabei können die Kacheln entweder komplett in nur einer Farbe leuchten oder die Farben vermischen. Außerdem könnt ihr in der LIFX App auch auf den Kacheln malen und so kleine Botschaften an die Wand bringen. Lesbar sind die Botschaften aber nicht zwingend, das malen auf den Kacheln ist nämlich nicht gerade einfach. 

 

Das Highlight der LIFX-App ist dann aber die Kategorie Effekte. Hier könnt ihr die Farben der 64 LED-Leuchten pro Kachel z.B. zufällig wechseln oder flackern lassen, Übergangslos wandeln und auch mit der laufenden Musik synchronisieren. Letzteres funktioniert über das Mikrofon eures iPhones oder iPads. Die Licht-Effekte, die mit all diesen Einstellungen erstellt werden können, sind schon wirklich klasse und sehenswert. 

 

Wer darüber hinaus noch ein bisschen mehr aus seinen LIFX Tile herausholen möchte, der kann mithilfe von Devicebook, welches leider nur für Windows oder Android Geräte zur Verfügung steht, noch viele weitere Effekte erstellen. Das nachfolgende YouTube-Video eines Nutzers zeigt euch, welche coolen Effekte und Möglichkeiten sich mit Devicebook realisieren lassen. 

 

Wie bei HomeKit-Geräten üblich, könnt ihr die LIFX Tile natürlich auch mit anderen HomeKit-Geräten gruppieren, automatisieren oder sie in Szenen einbinden. Neben HomeKit werden außerdem noch Nest, IFTTT, Amazon Alexa, Google Assistant und Logitech Harmony unterstützt. Dadurch stehen euch auch Alternativen zur HomeKit-Steuerung zur Verfügung. Gerade Alexa ist mittlerweile ja recht weit verbreitet und könnte für den ein oder anderen eine praktische Steuermöglichkeit sein. Im ersten Quartal 2019 soll zudem noch eine Touch-Steuerung freigeschaltet werden. 

 

Wer sich jetzt denkt, die LIFX Tile könnten etwas für ihn sein, aber fünf Kacheln reichen nicht aus. Dem muss leider gesagt werden, dass sich keine einzelnen Kacheln kaufen lassen und je Netzstecker auch nur die fünf Kacheln angeschlossen werden. Wer mer haben möchte, muss sich demnach direkt ein komplettes Tile-Set zulegen. 

 

Zuletzt noch kurz zur Leistung der LIFX Tile. Jede Kachel unterstützt eine Helligkeit von 420 Lumen. Insgesamt ergeben sich dadurch 2100 Lumen. Bei der Lebensdauer gibt LIFX an, dass die Tile bei einer täglichen Nutzung von 3 Stunden mehr als 22 Jahre lang halten sollen. In wie weit dies zutrifft, kann ich euch natürlich nach wenigen Wochen Testphase noch nicht sagen. 

 

Insgesamt lässt sich aber festhalten, dass die LIFX Tile schon eine kleine Besonderheit unter den HomeKit-Beleuchtungsartikeln sind. Viele der Effekte lassen sich nur und ausschließlich mit den LIFX Tile darstellen. Hier gibt es auch keine Alternative von z.B. Philips Hue oder Nanoleaf. Die Kacheln von Nanoleaf (Light Panels oder Canvas) sind leider nur dazu in der Lage, eine Farbe je Kachel darzustellen, bei den LIFX Tile sind es 64 Farben je Kachel. 

 

Natürlich ist der Preis ein wenig hoch, wobei ich noch anmerken muss, dass ich die LIFX Tile (Amazon-Link) durch einen Kontakt zu LIFX vergünstigt erhalten habe. Daher auch die Bestellung im offiziellen Online-Shop. Wer den hohen Preis aber nicht scheut, der bekommt ein wirkliches Highlight geboten, dass für mich aktuell die mit Abstand schönste HomeKit-Beleuchtung darstellt.

 

 

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